Norwegen - im August 2009 Teil 2



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Weiter ging's auf der E136 und dann um den Tresfjorden herum bis nach Sjoholt weiter auf der 650. Es ging entlang des Storfjorden und nach Stordal haben wir die Rosekyrka besichtigt. Eine sehr schöne alte Holzkirche mit Decken und Wandmalerei. Leider durfte man nicht fotografieren. Danach fuhren wir Richtung Stranda und weiter auf der 60.



Nach Herdal kommt ein schöner Aussichtspunkt von wo aus man einen herrlichen Blick in den hier beginnenden Geirangerfjord hat. Später erreichen wir dann die 60 und fahren weiter nach Nordfjordeid wo wir auf die E39 treffen, bei Lote nochmals einen Fjord überqueren und am späten Nachmittag in Sandane beim Museum für die Nacht parken. Das Wetter war nichts besonderes an diesem Tag, Regen und sehr tiefe Wolken und somit alles ziemlich grau in grau. Für etwas Abwechslung hat ein Stau, den freilaufende Ziegen verursacht haben, gesorgt.



Sandane - Jostedalen


Und es geht weiter im Regen auf der E39 Richtung Skei und dann auf der E5 nach Sogndalfjora. Doch vorher sehen wir hoch oben am Berg die ersten Gletscherabbrüche des riesigen Nidalsbreen (breen= Gletscher). Wir wechseln auf die 55 und bei Gaupne fahren wir auf der 604 in das Jostedalen, unser heutiges Tagesziel. Am Ende gibt es das Breeheim Senter, ein Informationszentrum für den Gletscherfreund. Zweigt man von der 604 ab Richtung Nigardsbreen kommt man zu einem einfachen Campingplatz wo wir einparken. Doch es bahnt sich Böses an, meine Lebensgefährtin hat eine dicke Backe und weit und breit kein Zahnarzt in Sicht.

Jostedalen


Es blieb uns nichts anderes übrig, zurück nach Gaupne und einen Zahnarzt suchen. Das wäre jetzt eine eigene Geschichte für sich, aber Dank der Hilfe eines Norwegers und eines sehr freundlichen und hilfsbereiten Zahnarztes konnte uns geholfen werden. Mit Penicillin und Schmerztabletten im Magen wieder zurück zum Nidalsbreen. Nach dem CP führt noch eine kleine Mautstrasse weiter bis zu einem Gletschersee von dem man dann zu Fuss bis direkt zum Gletscher gehen kann. "Gehfaule" können auch ein Stück mit dem Motorboot über den See fahren. Zu Fuss ist es allerdings auch kein Pappenstiel, Felsen rauf, Felsen runter und einige Leitern, aber auch für Kinder ohne Problem zu begehen. Steht man dann vor der blauschimmernden Gletzscherzunge weht einem schon ein recht kühler Wind um die Ohren. Es einfach nur noch beeindruckend, was die Natur hier zu bieten hat.





Doch das Jostedal ist hier noch nicht zu Ende, man kann auch noch ca. 20 km weiterfahren und steht dann unterhalb eines riesigen Steindammes, der Styggevatnet Staumauer. Es gibt einen grossen Parkplatz und wir haben eine grosse Runde über die Dammkrone gedreht. Kraftwerk sieht man hier keines, das ist am Talanfang nach Gaupne in den Felsen eingebaut. Im übrigen, man kann am Stausee entlang auch bis zum Gletscher wandern. Man wird aber vor "Tsunamis" gewarnt, denn wenn der Gletscher kalbt können sehr hohe Wellen entstehen. Der ganze See ist ca. 10 Km lang und es werden auch Kanu- oder Kajaktouren angeboten.


Jostedalen - Harpefoss


Wir müssen weiter, zuerst nochmals zum Zahnarzt zur Kontrolle, dann geht es weiter zum Lustrafjord und am Ende steigt die Strasse (die 55) in vielen Serpentinen hoch zum Sognefjell. Eine trostlose Hochebene und am Ende geht es wieder runter nach Lom. Der Weg führt uns nach Otta wo wir übernachten wollten, aber nichts passendes gefunden haben. Irgendwo bei Harpefoss haben wir dann einen passenden Platz entdeckt und eine ruhige Nacht verbracht.



Harpefoss - Hamar


Wir kommen wieder nach Lillehammer und schauen uns zuerst die Fussgängerzone an und dann noch das Open Air Museum Maihaugen. Hier gibt es auf einer grossen Freifläche an die 200 historische Gebäude zu sehen, von Bauernhäusern und Almen bis in die Neuzeit und noch viel mehr. Weiter geht die Fahrt nach Hamar wo wir am Yachthafen sehr gut übernachten können (mit Dusche und V+E).


Hamar - Arvika


So, heute fahren wir nach Schweden, doch zuerst machen wir noch in Kronsvinger Station, besichtigen die Burg hoch über der Stadt und hauen die letzten NOK's auf den Kopf. Ausgestattet mit Elchfleischpflanzerl und Elchwiener geht es dann über die Grenze und weiter bis Arvika wo wir dann bei Ingestrand's Camping, direkt am See, die Nacht verbrachten.


Arvika - O'Jörn


Ein Blick aus dem Fenster, wie hätte es auch anders sein können: REGEN ! Wir fahren weiter auf der 61 nach Karlstadt, bummeln durch ein riesiges Einkaufszentrum, kurven etwas durch die Stadt und sind dann auf der E18 und später auf der E45 bis Mellerud gefahren. Nach einigem Suchen entlang des Vänern (grösster See Schwedens) den "Badsplass O'Jörn" gefunden. Feldweg und ein paar Meter durch den Wald und man steht an einem wunderschönen Sandstrand. Es hat aufgehört zu regnen und wir sehen noch eine tolle Abendstimmung am See.


O'Jörn - Dals Länged


Na, so schaut der Tag schon anders aus, strahlend blauer Himmel. Bevor es weitergeht nochmal vor zum See und den herrlichen Morgen geniessen. Das nächste Ziel ist der Dalslandkanal. Der Dalsland-Kanal ist eine künstliche Wasserstrasse, die den See Vänern mit einer Reihe von Seen der historischen Provinz Dalsland und dem westlichen Värmland verbindet. Er endet im See Östen und wurde zwischen 1864 und 1868 gebaut. Das gesamte System ist etwa 254 km lang, wobei aber nur 12 km neu gegraben oder aus dem Fels gesprengt wurden. Boote, die den Kanal durchfahren, gelangen dabei durch zwölf Schleusen und beim Ort Häverud über eine markante Trogbrücke, die Stromschnellen überbrückt. Hier kreuzen sich auf 3 Ebenen Strasse, Schiene und der Kanal.Der gesamte Höhenunterschied des Kanals betrügt 66 Meter.






Wir fuhren weiter nach Dals Länged und nach dem Ort gibt es eine Abzweigung zum Gutshof Baldernäs auf der Halbinsel Laxjö. Das Gut ist ca. 200 Jahre alt und hat einen sehr schönen Park. Bevor man den Hügel zum Gut hinauffährt kommt man geradeaus zu einem grossen Parkplatz wo man bequem übernachten kann.Wir besuchten das Gut, gingen im weitläufigen Park spazieren und waren noch Augenzeugen einer Hochzeit auf der "Hochzeitsinsel".


Dals Länged - Fjällbacka


Wir fuhren weiter über die 164 und später über die 163 Richtung Küste wo wir dann in Grebbestad am Hafen eine Pause eingelegt haben. Weiter führt uns der Weg, nun so ziemlich entlang der Küste nach Fjällbacka wo wir uns am Nachmittag auf dem Campingplatz niedergelassen haben. Ein Spaziergang über die Felsen zum Meer musste nach der Fahrt noch sein.


Fjällbacka - Lysekil


Wir fahren weiter auf der 163 und biegen dann aber ab Richtung Hamburgsund. Nach dieser Stadt sehen wir einen Wegweiser zum Valons Naturreservat, wir fahren hin und machen einen langen und sehr schönen Spaziergang auf gut ausgebautem Weg Richtung Meer. Anschliessend fahren wir auf der 162 weiter bis nach Lysekil. Am Ortsende, bei den Sportanlagen, ist ein Parkplatz wo man gut übernachten kann. Ausserdem führen von hier aus herrliche Wanderwege über die glattgeschliffenen Granitfelsen bis zum Meer.



Lysekil - Göteborg


Unser heutiges Ziel: Göteborg. Wir verlassen Lysekil zuerst Richtung Norden auf die 162, nehmen nochmals eine Fähre und fahren dann weiter auf der 161 zur E6 Richtung Göteborg. Nach Kungälv verlassen wir die Autobahn um die gleich daneben befindliche Festung Bohus zu besichtigen. Der vor der Festung vorbei fliessende Fluss "Göta Älv markierte bis zum Frieden von Roskilde 1658 die Grenze zwischen Schweden und Norwegen und somit war die Festung als norwegische Grenzsicherung von erheblicher strategischer Bedeutung. Wir fuhren anschliessend durch Göteborg um auf die 158 und nach Askim zu kommen. Wir hatten uns für die nächsten Tage "Liesebergs Camping Askim Strand" ausgesucht. Ein schöner CP, am Wasser gelegen. Dann machten wir uns auch gleich noch auf den Weg in die Stadt. Zur Bushaltestelle Askim auf der 158er geht man so 10 Min. und dann ging es zügig in die Stadt zu einer ersten Erkundung. Wir wollten beim Busfahrer den Göteborg Pass kaufen, gilt 24 Stunden, aber der verkauft keine Karten und im Bus gibt es auch keinen Automat. So sind wir mit Billigung des Busfahrers gleich mal "schwarz" gefahren (ja, so sind halt die Touristen). Am Busbahnhof angekommen hat er uns aber noch gezeigt wo wir die Karten kaufen können. Bei uns wären da schon wieder einige ausgeflippt! Am späten Abend sind wir dann wieder mit dem Bus problemlos zurückgefahren.

Göteborg


Am frühen Morgen wieder zum Bus und rein in die Stadt. Das Wetter passt auch und somit ideal für eine Besichtigungstour. Im Göteborgpass sind jede Menge Leistungen inclusive: Stadtrundfahrt, Bootsrundfahrt (sog. Paddan's), Eintritt in Museen und in Lisebergs Vergnügungspark sowie alle Busse, und das für ca. 25 Euro pro Person. Und den Pass haben wir sehr gut ausgenutzt. Nachfolgend ein paar Bilder von unserem Besuch in Gothenburg, wie der Schwede zu sagen pflegt.






Nach Göteborg - Heimreise


Jeder Urlaub hat nun mal sein Ende und wir machten uns auf den Weg Richtung Varberg zur Fähre. Doch vorher sind wir noch nach Kungsbacka bei Fjäras zum Schloss Tjolöholm gefahren und haben dieses besichtigt. Ein wunderschönes Schloss mit einer interessanten Geschichte und einer tollen Inneneinrichtung. In Varberg gab es dann noch ein Problem mit dem grossen Tor der Fähre, es liess sich nicht schliessen und das kostete 2 Stunden Verspätung. So kamen wir erst gegen 4 Uhr am Morgen in Grena an, wieder hundemüde und suchten uns einen Platz um etwas zu schlafen.
Der Rest ist gleich erzählt, eine ruhige Heimreise und wolbehalten angekommen. Norwegen und Schweden haben uns sehr gut gefallen und wir kommen bestimmt wieder.




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Last update: April 2016