Norwegen - im August 2009 Teil 1



Deutschland - Grena - Varberg


Anfang August ging es los Richtung Dänemark, genauer gesagt nach Grena wo wir dann am späten Abend die Fähre nach Varberg genommen haben. Abfahrt so um Mitternacht und somit war die Nacht schon mal im Eimer, fast keinen Schlaf und sehr müde als wir Varberg gegen 4 Uhr früh erreicht hatten. Runter vom Schiff, aber gleich in der Nähe war ein Platz wo schon viele Wohnmobile standen. Nichts wie einparken und ein paar Stunden Schlaf nachholen.

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Varberg - Oslo


Na ja, ein paar Stunden Schlaf waren es wenigstens, dann ging es am späteren Vormittag auf der E6 weiter Richtung Norwegen. Das Wetter war herrlich, wenig Verkehr und an der Grenze wollte mich auch keiner aufhalten, was auch gut war. Vielleicht hätte er ein paar Bierbüchsen zuviel im Womo gefunden! Verstehe nicht, warum die Einfuhr eines bayrischen Grundnahrungsmittel sooo limitiert ist. Was soll's, am Späten Nachmittag erreichten wir Oslo und haben auf einem sehr buckligen CP (Fjord Camping) unser Lager aufgeschlagen. Der CP wird anscheinend von Indern oder Pakistani's betrieben und ist nicht unbedingt zum weiterempfehlen.


Oslo - Hamar - Lillehammer




Vorbei mit dem schönen Wetter, es begann zu regnen auf der E6 Richtung Hamar. Es ging am Miosa-See entlang, dem grössten See Norwegens mit 117 Km Länge und einer Fläche von ca. 365 Quadratkilometer. In Hamar schien wieder die Sonne und es gab einiges zu besichtigigen. U. a. das Olympia-Eisstadion, das Eisenbahnmuseum (Jernbanemuseet), das Hedmarkmuseum mit der verglasten Ruine der Domkirche. In der Ruine gab es eine kulturhistorische Darbietung wobei ein Mädchen dazu wunderbar gesungen hat (siehe Video). Auch das Eisenbahnmuseum ist interessant, zumindest für Eisenbahnfreunde. Dann ging es weiter nach Lillehammer wo wir auf dem Parkplatz der Olympia-Sprungschanze unseren Stellplatz fanden.







Lillehammer - Lom - Pollfoss


Als erstes los zur Schanze denn wir hatten schon bemerkt, hier wird trainiert. Und dann kamen auch schon ein paar junge Kerle runtergeflogen, bis zu 130 m. Neben der Schanze geht ein Lift hoch und dann noch ein paar Meter zu Fuss und man steht aufeinmal genau an dem Punkt, von wo aus die Skispringer starten. Der Blick nach unten hat genügt um festzustellen, das ganze sieht am Fernseher doch viel besser aus.





Weiter ging es Richtung Famlienfreizeitpark Hunderfossen, wo sich gleich in der Nähe das norwegische Wegebaumuseum befindet. Hier wird sowohl in einer grossen Halle wie auch im Freigelände der, bedingt durch das Gelände, nicht einfache Strassenbau dargestellt. Dazu gibt es auch noch einen 250 m langen Tunnel in dem durch viele Stationen der Tunnelbau näher erklärt wird. Auch gibt es einiges an teils gewaltigen Maschinen zu sehen. Durch das sehr weitläfige Gelände wird man mit einem Vorkriegsbus (ich glaube Baujahr 36) der Marke Volvo von einer Station zur anderen kutschiert.









Gleich in der Nähe des Museums befindet sich auch die Olympia-Bobbahn von 1994 und die wollten wir noch besuchen. Hätten wir lieber nicht machen sollen, denn dort konnte man sich mit einem "Touristenbob" die Bahn hinterstürzen, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir haben es gewagt und es war ein Höllenritt auf 4 Gummirädern. 100 Kmh schnell und bis zu 3g Seitenbeschleunigung, das zerrt vor allem an den Halsmuskeln und man bekommt sogut wie nichts mit. Man ist krampfhaft versucht sich irgendwie festzuhalten und es haut einem ständig von links nach rechts. Beim Aussteigen hatten wir wachsweiche Knie. Es hat ein bisschen gedauert bis wir wieder fit waren. Aber, danach kann man ermessen welche Kräfte die Bobfahrer da aushalten müssen und die fahren dann noch über 130 Kmh.


Dann ging es aber weiter auf der E6 Richtung Norden bis Otta wo wir dann auf die 15er nach Lom abgebogen sind. In Bismo tanken und entsorgen und einige Kilometer vor Pollfoss links rein in die Büsche auf einem Schotterweg und wir hatten einen Platz für die Nacht (und die Mücken hatten Nachschub). Und leider fing es wieder an zu regnen.

Pollfoss - Geiranger


Wir fahren weiter entlang der 15 durch eine wunderschöne Landschaft. Die Otta rauscht über wilde Kaskaden neben der Strasse und bei Grotli biegen wir ab auf eine Nebenstrecke durch's Videtal auf den "Gamle Strynefiellsvegen Nr. 258. Diese Strasse ist eine Piste aber gut zu fahren. Es begann zu regnen und nach dem Sommer-Skicenter ist die Strasse wieder geteert und es geht hinab zum Hotel Videseter neben dem gewaltigen Videfoss (foss=Wasserfall). Nach einer weiteren Bergabfahrt erreicht man wieder die 15er Strasse.

Nach einigen Tunnels bogen wir links ab auf die 63 Richtung Dalsnibba und Geiranger. Gerne wären wir zum Aussichtspunkt Dalsnibba gefahren von wo man einen tollen Blick in den Geirangerfjord hätte, aber bei dem Sauwetter keine Chance. Ebenso von dem berühmten Adlerweg runter nach Geiranger haben wir Dank dichtem Nebel sehr wenig gesehen. Erst ganz unter konnten wir einen ersten Blick in den Fjord werfen. Es gibt einen Campingplatz am Fjordende, auch mit WLAN, und da blieben wir dann für eine Nacht. Vor uns im Fjord lag ein Kreuzfahrer, die "Costa Mediterranea", und die ist wahrlich auch nicht klein.


Geiranger - Andalsnes




Wir waren schon fast am wegfahren, da sah ich am Fjordende einen riesengrossen Dampfer um die Ecke biegen. Ein Blick genügte, es war tatsächlich die QUEEN MARY II und wir hatten das Glück dieses Schiff hier zu sehen. Der Kahn kommt ja wahrlich nicht oft hierher.



Ist schon ein imposanter Anblick und da war ja auch schon die "Delphin Voyager" und später kam dann auch noch die "MSC Opera" mit dazu. Also 3 Kreuzfahrer auf einmal, das hat doch was für sich, auch wenn es regnet.




Wir verlassen den Geirangerfjord und fahren weiter auf der 63 Richtung Trollstiegveien. Bei der Gulbrands Bru machen wir eine Pause um den Sturzbach zu bewundern der sich gewaltig rauschend durch die Felsen zwängt. Hier wurde eine hochmoderne Stahlkonstruktion über den Wasserfällen gebaut von wo aus man einen schönen Blick in die Tiefe hat.


Weiter führt uns der Weg zu den bekannten Trollstiegen. Am Parkplatz Trollstig wurde gerade gewaltig umgebaut und die Wege zu den Aussichtspunkten wurden auch gerade neu gemacht. Es hat geregnet und die Sicht in's Tal war auch nur von kurzer Dauer. Was habe ich nicht alles gelesen über diese Strasse, vor allem wenn Busse kommen. Ist halt eine Passstrasse wie bei uns in den Bergen und manchmal ein bisschen schmal. Fährt man vorausschauend und nicht gerade in eine Haarnadelkurve wenn ein Bus kommt ist das alles kein Problem. Dann war es nicht mehr weit nach Andalsnes wo wir am Hafen neben dem Bahnhof unseren Parkplatz für die Nacht fanden.


Andalsnes - Kristiansund - Molde


Und weiter ging es Richtung Molde, teils mit Fähre über den Fjord und vor Molde auch im Tunnel unter dem Fjord durch. Wir fahren weiter auf der 64 Richtung Eide und dann auf die Atlantikstrasse die letztendlich nach Kristiansund führt. Das Wetter war sogar recht angenehm, wieder mal Sonne zwischendurch.



Wo die Atlantikstrasse endet gab es eine Fährverbindung nach Kristiansund über den Fjord. Das hat sich im Dezember 09 geändert denn der Atlanterhavstunnelen ist fertig. Aber irgendwie nichts für schwache Nerven: 5727m lang und am tiefsten Punkt 250 m unter dem Meeresspiegel. Soll der tiefste Unterwassertunnel der Welt sein. Wir sind durch die Stadt gekurvt und am anderen Ende fährt man wieder durch einen Fjordtunnel und später noch über eine grosse Hängebrücke um wieder ans "Festland" zu kommen. Eine Weiterfahrt nach Trondheim haben wir wegen der Wetterlage ausgeschlossen und sind deshalb wieder zurück nach Molde gefahren. Zum Abendessen ging es hinauf auf den Varden von wo man eine herrliche Aussicht auf Molde, den Fjord und die Romsdalsalpen hätte wenn es nicht regnen würde. In der Varde-Stua gab es dann typisch norwegisch zum Essen, Potetballs, und für uns etwas gewöhnungsbedürftig. Eigentlich wollten wir dort oben übernachten, aber es stürmte heftig und so fuhren wieder runter zu einem Campingplatz bei Molde.


Molde - Andalsnes


Es hat geschüttet in der Nacht wie aus Eimern und wir dachten schon wir saufen hier ab. Es ging nun wieder zurück nach Andalsnes. Im Bahnhof gibt es ein Touristcenter mit Internet und da haben wir uns mal das Wetter für die nächsten Tage angeschaut, keine grosse Besserung. Wir haben aber auch ein Plakat gesehen das auf den hier stattfindenden "Base Jumper World Contest" hinweist, gleich um die Ecke in Innfjorden. Am Nachmittag soll es losgehen, wir also gleich hin. Alles aufgebaut, aber Oben Nebel und Regen - abgesagt für heute. Morgen soll das Wetter besser sein, dann findet der Wettkampf statt. Also zurück nach Andalsness und nochmals übernachten.


Andalsnes - Sandane


Wir waren schon früh auf Achse Richtung Innfjorden um die ersten Absprüge zu sehen. Base Jumper sind Fallschirmspringer die noch so eine Art Segel zwischen den Beinen und von den Armen zu den Füssen haben und damit gleiten sie dann mit bis zu 250 Kmh nach unten. Wir haben sowas noch nie gesehen und waren sehr beeindruckt. Denn, kaum angekommen zischte es auch schon über unseren Köpfen und die ersten kamen schon herunter. Es war jede Menge los, aber nach der ersten Serie mussten wir dann weiterfahren.



Hier mein kleines Video von dem Spektakel. Nach dem Absprung sieht man den Springer zuerst gegen die dunkle Wand nicht, aber dann kann man gut erkennen wie Base Jumper die durch die Luft gleiten. Und man hört sie auch ziemlich laut, vor allem auch den Knall wenn der Schirm aufgeht. Aber viel besser ist das ganze hier zu sehen, ein Profi-Video mit atemberaubenden Sequenzen in bester Qualität:




Base Jumper Contest Innfjorden







Hängebrücke bei Kristiansund

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Last update: April 2016