Italien im Herbst 2010 - Teil 2



Achter Tag


Es geht weiter an der Küste entlang, allerdings hat sich die Landschaft geändert und der Küstenstreifen ist nun meistens flach und die Berge sind weiter weg. Jeder kennt es von Italien, sehr oft oben auf Bergrücken findet man Dörfer oder ganze Städte und man frägt sich, wie funktioniert das Leben "hoch oben"? Auf unserem Weg, vor Diamante, gibt es da auch so ein Bergdorf, das Dorf Maiera und gleich gegenüber, aber durch eine tiefe Schlucht getrennt, das Dorf Grisolia. Wir sind nach Maiera raufgefahren und haben es besichtigt. Man muss ganz gut bei Fuss sein wenn ma da wohnt, da geht es nur noch bergauf! Und wehe dem, der im anderen Dorf gegenüber eine Freundin hat, der hat einen weiten Weg vor sich. Abgesehen davon dass das Dorf ziemlich verlassen wirkte, wir waren beeindruckt aber auch nachdenklich. Hier zu wohnen, für uns nicht vorstellbar.

HINWEIS: (fast) alle Bilder kann man vergrössern und wieder verkleinern! Mit dem Cursor in das Bild klicken!

Grisola - das Dorf am Hang gegenüber

Nach diesem Abstecher in eine "andere Welt" ging es zügig weiter Richtung Tropea wo wir am späten Nachmittag ankamen und wieder auf dem Campingplatz Marina dell Isola unser Quartier bezogen. Ich war vor 5 Jahren zum letzten mal hier, geändert hat sich baulich nichts, aber immerhin hatten die Duschen warmes Wasser am Nachmittag. Ansonsten ist die Lage des Platzes sehr schön, nach vorne Strand und dahinter aufragend der Felsen und darauf Tropea.


Neunter und die nächsten Tage


Wir geplant, wir haben unser Ziel erreicht und für die nächsten 3 Tage war nun nur noch faulenzen und Baden angesagt. Zwischendurch mal die ca. 100 Treppenstufen rauf in die Stadt, bummeln, Pizza essen und Einkaufen. Das war's dann auch schon. Dabei sahen wir dann auch ein Plakat, Stromboli by Night, eine Bootsfahrt zum Stromboli welche vielversprechend angepriesen wurde. Gesagt, getan und gebucht. .


Der Strand vor den Campingplatz - Standblick - Souvenirs, wie überall
Strandabschnitt unter der Kirche - Sonnenuntergang am CP - nochmals der Strand unterhalb Tropea

Zwölfter Tag


Heute war nun der Tag für die Bootsfahrt zum Stromboli. Das Schiff hat um 15 Uhr abgelegt und nach knapp 2 Stunden waren wir dann auf der Insel. Wir hatten nun knapp 3 Stunden Zeit um den Hauptort Stromboli etwas zu erkunden. Es ist natürlich Touristenrummel hoch drei, ebenso die Preise, aber von irgendwas müssen die Einwohner halt auch leben. Vor 20 Uhr waren wir wieder mit dem Boot unterwegs Richtung "Sciare del Fuoco", der sog. Feuerrinne. Bei grösseren Ausbrüchen rollen da hier manchmal glühende Lavabrocken runter in's Meer. Es wurde dunkel und wir brauchten nicht lange zu warten dann sahen wir die erste Eruption 900 m über uns und es folgten weitere. Der Vulkan spuckt ca. alle 12 Minuten und es ist ein einmaliges Naturschauspiel. Obwohl ruhige See, aber die Bilder sind alle verwackelt weil ich meine neue Kamera einfach noch nicht richtig beherrsche. Das nächste mal wird's besser. Nach einer Stunde fuhr dann das Schiff wieder Richtung Tropea und wir waren um ein unvergessliches Urlaubserlebnis reicher. Leider sind die Aufnahmen von den Eruptionen alle verwackelt, neue Kamera - Bedienungsfehler, also ein Grund wiederzukommen.


Blick auf Tropea - Der Stromboli in Sicht - Blick in die Gassen von Stromboli
Die Kirche verdeckt den Stromboli - Bick auf den Strombolicchio - Ein schöner Zweimaster
Eine Häuserfront auf Stromboli - Bick über das Dorf zum Meer - Aufgehender Mond, vor der Abfahrt

Vierzehnter Tag


Gestern wurde das Wetter schlechter und wir beschlossen nun Tropea zu verlassen, neues Ziel ist nun Rom. Deshalb haben wir uns am Abend noch mit Bekanntschaften welche wir auf dem CP gemacht haben im Restaurant nebenan getroffen und etwas "Abschied" gefeiert. Und heute hat es dann richtig geregnet bei der Abreise und auf der Autobahn in den Bergen Richtung Salerno kam ausser dem Regen auch noch der Nebel dazu. Wir fuhren bis Paestum zum bekannten CP und hatten aber schon wieder Sonnenschein.


Fünfzehnter Tag


Zum Frühstück habe ich am CP noch frische Croissants geholt und die waren einfach nur super. Das haben wir beim ersten Besuch gar nicht mitbekommen dass der Pizzabäcker die jeden Morgen frisch macht. Also wer hier einparkt, der muss die unbedingt probieren, selten bessere gegessen und noch lauwarm! Genug, es ging weiter. Zuerst entlang der Küstenstrasse bis Salerno und dann auf die Autobahn nach Rom. Wir sind zum CP "Happy Village and Camping" im Norden von Rom gefahren. Ein sehr schöner Platz, sehr sauber und gepflegt, mit Swimming Pool und Restaurant und kleinem Laden. Es gibt von da einen Shuttle Bus der stündlich zur "Prima Porta" und zurück fährt. Und der Preis war für römische Verhältnisse auch gut: 24,00 Euro inclusive. Da kann man nicht meckern. Nur WLAN ist nicht so gut. Guter Empfang nur am Häuschen neben der Rezeption und dann 6 Euro für 24 Stunden. Einmal eingeloggt dann läuft die Zeit.


Sechzehnter Tag


So, heute ging es nun auf um Rom zu erkunden. Zuerst mit dem Shuttle zur Prima Porta und da ein 3-Tagesticket für 11 Euro gelöst (billiger geht's kaum noch) welches für alle Busse und U-Bahnen und Vorortzüge gültig ist. Der Vorortzug entspricht allerdings nicht mehr so ganz unseren Vorstellungen vom modernen und komfortablen Bahnfahren. Das rattert und schaukelt und das Wagenmaterial ist grossteils auch schon von Anno Domini. Endstation ist dann Flaminio an der Piazza del Popolo und da beginnt ja schon das Zentrum.
Ich erspare es mir hier über all die Sehenswürdikeiten von Rom zu schreiben. Entweder man kennt es schon oder man liest es im Internet nach. Die 3 Tage in Rom waren gewaltig, an Fussmärschen, Eindrücken und Erlebnissen. Nachfolgend nun einige Bilder von bekannten Sehenswürdikeiten von Rom.

Das Colosseum - nein es fällt noch nicht um, ist nur eine "etwas schräge" Panoramaaufnahme!
Am Forum Romanum - Das Monumento a Vittore Emmanuele II - Der Petersdom
Blick auf die Engelsburg - Im Petersdom, Blick zum Altar - Der Petersplatz mit Dom
Der Petersplatz - Der Vatikan - hinter dem Petersdom - Die Vatikanmuseen - rechts im Bild

Siebzehnter Tag


Auf zum zweiten Runde Rom. Heute wollten wir es gemütlicher angehen, aber es wurde doch wieder ein langer Tag auf den Beinen. Angefangen beim Borghese Park, weiter zur spanischen Treppe, zum Fontana di Trevi, am Präsidentenpalast vorbei (Quirinale) zum Pantheon und zur Piazza Navona und dann war Schluss mit Lustig und die Füsse wollten nicht mehr.


Station Prima Porta, Vorortzug - Zwillingskirchen an der Piazza del Popolo
Rechts, die Villa Medici - Die Spanische Treppe und die Kirche Trinita dei Monti, von innen
Fontana di Trevi - Kirche Sant'Ignazio, Deckengemälde - und die Kuppel
Die Piazza Navona - das Eldorado der Künstler - Das Kassationsgericht am Tiber

Achtzehnter Tag


Wir haben am CP gelesen, dass jeden Mittwoch auf dem Petersplatz eine öffentliche Papstaudienz stattfindet. Also nix wie hin um das mal selber zu erleben. Und es war ein absolutes "Highlight", noch dazu weil er mit seinem offenen Papamobil ganz nahe an uns vorbei gerauscht ist. Egal ob man nun katholisch oder sonstwas ist, inmitten der Menschenmassen dies zu erleben war schon einmalig. Und jetzt wissen wir auch wie das so alles abläuft. Aber, das Ende haben wir nicht abgewartet, wir wollten noch die Vatikanischen Museen besichtigen und das ging schon los mit 1 Stunde Wartezeit und 15 Euro Eintritt. Aber, was der Vatikan an Kunstschätzen zu bieten hat ist unübertroffen. Nachfolgend einige Bilder aus den Museen welche nur einen ganz kleinen Ausschnitt zeigen.


Vor der Audienz - Ganz nah an uns vorbei - Servus alle miteinander
Musei Gregoriano Profano - Flämische Wandteppiche
Carte Geografice - Sala di Constantino - Stanza della Segnatura
Sixtinische Kapelle, das jügste Gericht von Michelangelo - Sixtinische Kapelle - Sixtinische Kapelle, Decke circa 800 qm, von Michelangelo

Neunzehnter Tag


Nach soviel Kunstschätzen aufeinmal verlassen wir heute Rom Richtung San Marino. Wir waren sehr beeindruckt von dem was wir gesehen haben. Natürlich habe ich noch viel mehr Bilder gemacht, aber diese Seite soll ja nicht endlos werden. Es ging also ganz gemütlich weiter, zuerst noch etwas Autobahn und dann über Terni und Perugia nach San Marino wo wir auf dem grossen Parkplatz unterhalb der Seilbahn unser Womo parkten.


Zwanzigster Tag


Am Morgen ging es zuerst zur Seilbahn und dann rauf nach San Marino. Wir wunderten uns über viele festlich gekleidete Menschen die auch auf dem Werg nach oben waren. Den Grund haben wir dann oben vor dem Regierungspalast gesehen: Die Adelgarde und die Burggarde in Paradeuniform, Polizei und Militär, Fernsehkameras und viele Leute. Es war wieder mal "Regierungswechsel", d. h. die 2 Regierungsräte die San Marino vorstehen wurden gewechselt, so wie das im übrigen alle 6 Monate geschieht. Dies war ein gar feierlicher Festakt und schön anzuschauen. Ansonsten spazierten wir noch durch die Gassen und gegen Mittag machten wir uns dann wieder auf die Socken um Richtung Lazise zu fahren.


Blick auf den 2. Turm - Der Präsidentenpalast - Neue Freunde gefunden im Vampirmuseum
Bereit zum Salut schiessen - Erster Turm, der Innenhof - Aufmarsch der Gladiatoren

Letzter Tag


Und da gibt es nicht mehr viel zu sagen. Es war ein wunderschöner Urlaub mit vielen tollen Erlebnissen und herrlichen Landschaften. Somit ging es nun auf die letze Etappe von Lazise aus über denn Brenner und nach Hause.


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Last update: April 2016