Italien im Herbst 2010 - Teil 1



Erster Tag


An einem Sonntag Mitte September ging es nun endlich los in den Süden. Und wenn man nur 3 Wochen Zeit hat, dann nimmt man halt auch die schnellste Verbindung und das ist nun mal der Brenner von uns aus gesehen. Eigentlich wollten wir in Lazise schon Halt machen, aber der CP Municipale war rappelvoll, kein Platz mehr frei. Dann also weiter nach Mantua zum Palazzo Te. Da gibt es eine Strasse, am Fussballstadion vorbei, welche dann vor dem Palazzo endet. Da standen auch schon viele Wohnmobile. Die Räder runter und rein in's "Centro" welches man vom Platz aus schnell erreichen kann. Und da war einiges los. Richtige Menschenmassen bewegten sich durch die Strassen und wie wir dann erfahren haben, es waren die "Literaturtage von Mantua" gerade am ausklingen. Hier noch 3 Bilder, das letzte zeigt die Übernachtungsmöglichkeit am Palazzo Te.

HINWEIS: alle Bilder kann man vergrössern und wieder verkleinern! Mit dem Cursor in das Bild klicken!
Rotonda di San Lorenzo in Piazza delle Erbe, Der Dom von Mantua, Der Parkplatz am Palazzo Te

Zweiter Tag


Am nächsten Tag ging es dann weiter über Bologna, Florenz und vorbei an Siena Richtung Grossetto und nach Alberese am "Parco Nationale di Maremma". Hier wollten wir eigentlich übernachten, aber nur für das Parken schon mal 12 Euro zu bezahlen und wenn man dann noch an's Meer runterfahren will nochmals Parkgebühr berappen, das war dann doch zu viel des Guten. Ausserdem war es noch früher Nachmittag und so fuhren wir auf der SS1 gleich weiter Richtung Rom. Und dann auch noch das: wir fanden links eine billige Tankstelle, der Diesel war mit 1,134 Euro/Ltr. ausgezeichnet. Also sofort umgedreht und an die Tanke. Rüssel rein, ging nicht, an die nächste Säule, wieder Rüssel rein, ging auch nicht. Aber dann gab es doch noch Sprit, die Pumpe lief an und der Preis war bei 1,238 Euro/Ltr. Kurz geärgert, Pech gehabt aber nicht getankt und weiter. Am frühen Abend kamen wir dann auf einem Stellplatz in Ladispoli an und haben uns eingerichtet.


Dritter Tag


Wie auch schon die vorangegangenen Tage, wunderschönes Wetter und nach der langen Fahrerei beschlossen wir hier noch einen Tag zu bleiben. Auf die Räder und zum Markt, Einkaufen. Es gab schönen Schwertfisch und noch viel schönes Gemüse. Den Rest des Tages am Meer verbracht, Wasser war angenehm warm.


Wieviele Scheiben hätten wir denn gerne? - Der Marktplatz und der Lungomare von Ladispoli

Vierter Tag


Nach einem schönen Ruhetag ging es weiter zum nächsten Ziel, nach Paestum. Es ging vorbei an Rom und als wir dann auf Höhe von Monte Cassino waren beschlossen wir uns mal das Kloster anzuschauen welches ja unübersehbar hoch oben auf dem Berg liegt. Guter Gedanke, nur leider zu spät denn es war Mittagspause. Also wieder runter vom Berg, aber halt, noch eine kleine Geschichte: Wallfahrten bringen auch nicht immer den Erfolg den man meint erbitten zu können. Es waren oben auf dem Parkplatz 8 Klosterschwestern die mit 2 Autos die Heimreise antreten wollten. Die jüngste fuhr mit ihrem Panda ganz dezent rückwärts aus der Parklücke und traf mit dem Heck just den einzigen Baum auf eben diesem Parkplatz. Bisschen verbogene Stosstange und demoliertes Rücklicht. Wer hat da wohl nicht aufgepasst? Er von oben oder sie am Lenkrad?


Drei verschiedene Ansichten vom Kloster Monte Cassino

Nun aber ging es weiter Richtung Paestum, an Neapel vorbei bis Salerno und Battipaglia. Ab hier Landstrasse bis Paestum und am "Campeggo Dei Pini" (ADAC empfohlen) für 18 Euro/Nacht (incl.) eingeparkt. Fast der ganze CP unter grossen Pinien und ein schöner Strand davor. Das "Ristorante" war auch geöffnet und so blieb die Küche kalt und es gab eine sehr gute Pizza, wurde auch mal Zeit!


Paestum - am Strand vom Camping dei Pini

Fünfter Tag


Und weil das Wetter weiterhin so traumhaft ist, nochmal ein schöner Ruhetag mit Baden und Besichtigung der einmalig schönen Tempelanlagen, welche schon im 5. und 6. Jahrhundert v. Christus erbaut wurden und bis heute noch teilweise sehr gut erhalten sind. Man muss sich das mal vorstellen was damals geleistet wurde! Ob unsere "Bauwerke" so lange halten werden sei dagegen dahingestellt.


Paestum - links und rechts der Neptun Temel, in der Mitte der Ceres Tempel

Sechster Tag


Genug der Ruhepause, es geht weiter und nun entlang der wunderschönen Cilento Küste. Von Peastum aus nach Agropoli, Castellabate und dann entlang der Felsenküste Richtung Palinuro. Bei Ascea sah ich zwar ein Verbotsschild, aber wenn ein LKW drauf dann eben nur für LKW, so dachte zumindest ICH! Aber es kam anders: nach Ascea führt die Strasse in ein Seitental hinein und auf der anderen Seite wieder heraus. Und da standen wir auf einmal vor einem Bagger und einem riesigen Erdhaufen über der Strasse. Also umkehren, zurück nach Ascea und zuerstmal einen Cappuchino. Eigentlich hätten wir die gesperrte Strasse ewig weit umfahren müssen, aber es gab da lt. Karte ein paar kleine Strassen im Hinterland über die man die Sperre umfahren kann. Gesagt und getan, wir fuhren über Catona und Rodio und kamen wieder auf die N447, die Küstenstrasse. Aber es war ein tolles rauf und runter durch viele Olivenplantagen an steilen Berghängen und sehr viel Wald, schon urwaldähnlich dicht bewachsen.


Am Lungomare von Agropoli - Die Küstenstrasse - Baustelle - Strada chiuso - alles zurück
Rodio, ein Dorf in den Bergen - Arco Naturale, Palinuro - Am Capo Palinuro

Weiter ging es zuerst durch Pisciotta wo es teilweise sehr eng durchgeht und dann nach Palinuro. Vorgelagert das Capo Palinuro und ganz oben ein Leuchtturm zu dem man rauffahren kann (das letzte Stück aber nicht mit dem Womo!) Entlang der Küste immer wieder wunderbare Badebuchten und besonders schön ist es am Arco Naturale. Dazu findet man, wenn man Palinuro verlässt Richtung Marina die Camerota, einen kleinen Wegweiser in der letzten langezogenen Rechtskurve! Da gibt es auch einen Parkplatz (Gebühr) und da könnte man vielleicht auch stehenbleiben. Nach einer längeren Badepause fuhren wir dann weiter Richtung Marina di Camerota wo ich eigentlich am Parkplatz am Hafen übernachten wollte. Aber da ging es zu wie im Hochsommer und weit und breit kein Wohnmobil. Wir beschlossen weiterzufahren, irgendwo werden schon noch was finden. Nach Marina di Camerota geht es in vielen Spitzkehren wieder den Berg hinauf und oben angekommen muss man Lentiscosa durchfahren. Aber, der Ort ist so schmal dass es eine "Durchfahrtsampel" gibt. Wenn einem da ein Fussgänger entgegenkommt dann muss er sich in die nächste Nische verdrücken damit der Verkehr weiterfahren kann. Dann geht es wieder runter nach Policastro und kurz vor Sapri haben wir dann noch einen CP gefunden der noch auf hatte und schweinisch teuer war. Aber es war schon Abend geworden und weitersuchen wollten wir auch nicht mehr.


Stand beim Arco Naturale - Der Parkplatz beim Arco - Am Lungomare bei Sapri

Siebter Tag


Und wieder ein traumhaft schöner Tag und es ging weiter Richtung Maratea entlang der wunderschönen Küstenstrasse. Bei Maratea gibt es noch ein sehenswertes Ausflugsziel, die Christusstatue auf dem Gipfel des San Biago, ca. 650 m ü.d. Meer mit einer super Aussicht. Die Statue wurde 1965 von dem Florentiner Bildhauer Bruni Innocenti aus weissem Carrara-Marmor geschaffen.


Bilder von der Küstenstrasse
Nochmals Bilder von der Küstenstrasse und Blick zur Statue
Bilder von der Strasse, der Statue und der Blick nach unten auf Maratea

Nach diesem tollen Abstecher ging es wieder runter und zurück auf die Küstenstrasse. Nach kurzer Zeit sahen wir ein Hinweisschild zum "Spiagga Nero" und wir beschlossen wieder eine Badepause einzulegen. Oberhalb des Strandes ist ein Parkplatz und dann geht es über einige Stufen runter an's Meer in eine wunderschöne Bucht mit schwarzem Sand und Steinen (verdammt heiss in der Sonne ohne Schuhe zu laufen).


Blick zum San Biago mit der Statue und Bilder vom Spiagga Nero

Auf zum Etappenziel des heutigen Tages, weiter ging es nach Praia a Mare wo es so ziemlich am Ende des Lungomare (Richtung Insel Dino) einen einfachen Stellplatz gibt (ohne V+E). Es ist ein herrlicher Ausblick von der Küstenstrasse auf den langen Strand von Praia a Mare und hier endet dann auch diese wunderschöne Strasse entlang der Küste des Cilento. Und diese Strasse bei diesem Traumwetter zu fahren ist und bleibt ein Hochgenuss.

Das Ende der Küstenstrasse mit Blick auf Praia a Mare und - Fitnessstuio am Strand
Sonnenuntergang von Praia a Mare
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Last update: April 2016