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Abfahrt war am Freitag gegen Mittag und wir fuhren bis Mantova um am Palazzo Te zu übernachten. Die Nacht war leider sehr warm und auch sehr laut. Am Samstagmorgen ging es noch noch auf der Autobahn bis nach Modena und dann war für's erste mal Schluss mit Autobahnmaut. Wir haben den Weg über Maranello und der SS12 (BRENNERO - ABETONE) folgend über die Berge an's Meer gewählt denn unser Ziel war Tirrenia wo Freunde von uns in einer Ferienwohnung Urlaub machten. Eine sehr schöne, wenn auch kurvenreiche Strecke mit viel bergauf und bergab. Man erreicht dann Lucca und über Pisa erreichten wir am Nachmittag unser Ziel.



Wir verbrachten 3 Tage bei unseren Freunden, besichtigten unter anderem auch das Kloster Montenero hoch über Livorno. Ausserdem fuhren wir von Tirrenia aus mit dem Bus nach Pisa was vollkommend entspannend und für das Womo auch sicher war.

Bilder von Pisa erspare ich mir hier denn die kennt jeder, aber die Schachspieler vor dem Kloster fand ich einfach Klasse weil sie sich durch den ganzen Touristen- und Pilgerrummel nicht aus der Ruhe bringen liessen.



Nach 3 Tagen ging es dann weiter Richtung Cinque Terre. Hoch über dem Meer hat man einen herrlichen Blick auf Riomaggiore, dem ersten Dorf am Beginn der Cinque Terre.

Die Strasse schlängelt sich so dahin und wir dachten wir fahren bis Levanto und dann nach Monterosso, doch oberhalb von Vernazza war Schluss.

Die Strasse war gesperrt, vermutlich wegen der schweren Unwetter vom 25. Oktober 2011 und uns blieb nichts anderes übrig als wieder umzukehren bis La Spezia um dann auf den Strassen im Hinterland unser Ziel zu erreichen.




Letztendlich landeten wir dann in Deiva Marina auf einem CP. Der Platz, weil ca. 3Km von der Küste entfernt, bieten einen Shuttle Service zum Bahnhof und das nutzten wir am nächsten Tag um mit dem Zug nach Vernazzo zu fahren und um über den Wanderweg Nr. 2 wieder zurück nach Monterosso zu kommen.

Das Wetter war diesig und die Sicht nicht so optimal und das Meer sehr stürmisch. Es geht gleich ziemlich steil bergauf (links von der Kirche, über dem Eisenbahntunnel) in die Weinberge und der ganze Weg ist schon anstrengend, aber es lohnt sich auf alle Fälle die Mühen auf sich zu nehmen.



Wie man im Bild sehen kann, wurde man gleich an das Unwetter und die Folgen vom 25. Okt. 2011 ziemlich eindrucksvoll daran erinnert - rechtes Bild: Blick auf Vernazzo.



Das Ziel ist erreicht, wir sind kurz vor Monterosso - Blick zurück nach Vernazzo.



Wir verlassen die Cinque Terre Richtung ligurische Küste. Eigentlich wollten wir gleich die Küste entlang fahren, ist von Deiva Marina aus auch möglich, aber wir standen gleich vor einem Tunnel und der wahr absolut nicht breit und hoch und auch noch Ampelgeregelt. Kein Risiko, schnell ein Foto, umdrehen und ab auf die Autobahn bis Sestri Levante und dann erst wieder am Meer entlang Genua.






Es ist einfach eine wunderschöne Küstenlandschaft und nach dem diesigen Tag von gestern ein traumhaft schönes Wetter. Wir lassen uns Zeit, bleiben viel stehen und schauen und fotografieren.

Hier ein Blick Richtung Rapallo.


Dann kam Genua und weil wir ja die Autobahn vermeiden, quälen wir uns durch die Stadt, was aber durchaus seinen Reiz haben kann. Besonders die hochgeständerte Strasse welche eine Zeitlang am Hafen entlang führt. Zum stehenbleiben keine Chance um Bilder zu machen, aber was soll's, wir hatten eh nicht vor in Genua zu verweilen. Und schon ging es wieder weiter, entlang der ligurischen Küste, von einem Ort in den nächsten. Es gibt nur wenige Kilometer wo der Küstenstreifen nicht verbaut ist. Irgendwann hat es uns dann gereicht und wir steuerten in Pietra Ligure den CP Camping dei Fiori an um für eine Nacht zu bleiben.

Und wieder ein strahlend blauer Tag und die Fahrt geht weiter entlang der Küste.

Ja. die ligurische Küste hat viel zu bieten und nach jeder Kurve wieder was Neues. Aber, zum stehenbleiben mit einem Womo nicht immer geeignet um die vielen schönen Ausblicke zu geniessen.



So fahren wir durch bekannte Orte wie Albenga, Alassio und San Remo. Wir können mal kurz stehenbleiben und von ein paar kleineren Superjachten schnell ein paar Aufnahmen machen.

Und weiter geht die Fahrt bis Ventimiglia auf den CP Roma, der zwar auf der einen Seite die Strasse nach Frankreich hat und auf der anderen Seite die Eisenbahn, aber der Lärm hielt sich in Grenzen. Ausserdem hat er sehr gute und saubere Sanitäranlagen und ein gutes Restaurant am Platz.

Wir haben Ventimiglia als Ausgangspunkt für Monaco gewählt und die Entscheidung war richtig. Wo will man auch in Monte Carlo mit einem Womo stehen bleiben. So nahmen wir am nächsten Tag den Zug für ca. 15 Euro hin- und zurück und sind nach einer halben Stunde in dem unterirdischen Bahnhof von Monte Carlo gelandet. Der Bahnhof alleine ist schon ein Highlight für sich. Monte Carlo sowieso und viel brauche ich hier auch nicht darüber schreiben, kennt eh jeder. Nur soviel, wir waren am Grimaldi-Palast, sind dann durch die Altstadt zum Dom und haben auch das Grab von Gracia Patricia besucht. War ja gerade 30 Jahre her dass sie verunglückt ist. Vorbei am Ozeanografischen Museum von Jaques Cousteau und dann der imposante Blick auf die Stadt und den Hafen.



Monaco, wie es jeder kennt. Aber es gibt auch Nettes nebenbei, eine Hochzeit, in der Altstadt aufgenommen. Ein gar bunt gemischte Gesellschaft vor dem Rathaus und dann kam auch schon die Braut im schicken, uralten Porsche angefahren.



Eine der schönsten Superjachten der Welt lag im Hafen, die Lady Moura. Gehört einem Milliardenschwerem Saudi. Googelt mal nach der Jacht, es gibt interessante Berichte dazu. Das rechte Bild zeigt das Ozeanografische Museum.



Und dieses Gebäude kennt auch jeder, das Casino von Monte Carlo, ebenso die Strasse die zum Casino hinaufführt. Bestens bekannt von der Formel 1.



Und weiter geht es, Richtung Casino - Und der Blick von den Stufen des Casinos auf die Stadt. Davor steht dann nur ein kleiner Lamborgini Diablo, gehört dann schon zu den Liebhaberstücken!



So, das hat uns dann gereicht von soviel Reichtum umgeben zu sein und wir haben Ventimiglia verlassen um an der Cote d'Azur weiter zu fahren. Aber nicht ohne vorher mit dem WOMO noch durch Monte Carlo zu fahren um auf den Spuren der Formel 1 auch mal dahinzuschleichen. Nachdem wir die Ziellinie überquert hatten, verliessen wir das Fürstentum.



Entlang der Küste immer wieder Traumyachten vor Anker und in Villfranche sur Mer auch noch ein dicker Kreuzfahrer auf Reede. In Nizza sind wir noch an der Promenade entlanggefahren, in Cannes fuhren dann schon in der zweiten Reihe um anschliessend über das Hinterland Le Lavandou am Abend zu erreichen wo wir auch noch einen kleinen und netten CP fanden. Wir hatten irgendwie genug von der Küstenfahrerei und wollten ein paar Tage in Ruhe am Meer verbringen. Nur, Campingplätze direkt am Meer sind entweder total überlaufen oder Sauteuer. Nicht direkt, aber fast am Meer und zu moderaten Preisen fanden wir auf Empfehlung von Franzosen am nästen Tag einen CP auf der Halbinsel vor Hyeres in La Tour Fondue. Der Platz war OK, grosszügige Sanitäranlagen und sehr sauber. Von hier gehen auch die Fähren zur Insel Porquerolles ab.



Wir liessen uns hier mal 3 Tage Zeit bevor es wieder weiter ging.

Vor dem Platz führt ein 18 km langer Wanderweg nach links oder rechts entlang der Küste mit wunder- baren Ausblicken und schönen Buchten wie man am Bild nebenan und an weiteren sehen kann.



Doch Frankreich hat ja ausser seinen Küsten auch noch anderes zu bieten und so machten wir uns auf die Socken um in das Hinterland zu fahren. Eigentlich hatten wir ja noch die Camarque angedacht, doch wir wurden eindringlich vor Mücken gewarnt und das wollten wir uns nicht antun.

In Hyeres fanden wir noch eine billige Dieseltankstelle (1,349 Ltr) und da füllten wir natürlich alles auf incl. Reservekanister. Es ging weiter durch viele Weinberge und interessante Landschaften. In Cotignac machten wir Pause weil dieser Ort schon bei der Anfahrt sehr interessant aussah und man auf eine 80 m hohe und 400 m lange Felswand aus Tuffstein blickt. Dort befinden sich zahlreiche Höhlen, die teilweise enorm große Stalaktiten beherbergen. Dort liegt auch die La Salle des Merveilles genannte, 50 m tiefe Karsthöhle mit mehr als 200 m langen Korridoren. Die Wand wirde auch mal bebaut und man kann da über steile Stufen zur Besichtigung raufgehen, aber es war geschlossen und wir begnügten uns mit dem Blick von unten.





Und weiter ging die Fahrt zum Ausgang der Verdon-Schlucht. Der Verdon mündet hier in einen riesigen Stausee, den Lac de Ste-Croix. Wir kamen noch rechtzeitig an um mit dem Tretboot noch für eine Stunde in die Schlucht hineinzufahren. Es gibt hier auch einen grossen CP welcher terassenförmig angelegt ist und je nach Platz auch noch eine schöne Aussicht auf den See bietet.







Man kann die Verdon-Schlucht von beiden Seiten auf gut aus- gebauten Straßen umrunden und hat mit dem Womo überhaupt kein Problem. Allerdings gibt es ab- und zu schon aufregende Tiefblicke. Sehr ausgesetzt wird es dann auf der D23. Doch davon gleich mehr.

Zuerst führt der Weg Richtung Moustiers-Ste-Marie um dann an der Nordseite der Schlucht immer
weiter anzusteigen und es bieten sich immer wieder neue Tiefbliche in diese wirklich beeindruckende Schlucht so wie im Bild links. Man kann auch noch die Tretboote erkennen mit denen man hier soweit reinfahren kann bis die Stömung zu stark wird.

Die D952 entfernt sich dann im weiteren Verlauf von der Schlucht und nach La Palud sur-Verdon haben wir dann auf die D23 gewechselt. Fährt man im Uhrzeigersinn, dann ist aber ein Stück bis Chalet de la Maline Einbahnstrasse. Diese Strasse ist wohl der imposanteste Teil, weil teilweise sehr ausgesetzt und wenig bis gar keine Randbegrenzung. Speziell von dieser Strasse mehr im Video (siehe Videoseite).

Die Strasse steigt stetig und nach einigen Kilometern erreicht man den Rand der Schlucht. Und hier gab es gleich einen der absoluten Höhepunkte zu bewundern, über und unter uns kreisten an die 20 Gänsegeier. Diese wunderschönen Tiere hat man vor vielen Jahren hier wieder ausgewildert und sie sind nun der Publikumsmagnet. Es gibt 3 Aussichtspunkte entlang dieses Abschnittes mit gewaltigen Tiefblicken in die Schlucht.

Aber nicht nur die Geier gibt es zu bestaunen, die Verdon-Schlucht ist auch ein sehr beliebtes Kletterparadies und unzählige Kletterrouten führen vom Grund nach oben.

Von der D23 und von 2 anderen Schluchten gibt es auch ein Video: Link zum VIDEO






Es ist leider sehr schwer die Gänsegeier zu fotografieren und man merkt schnell wo die Grenzen sind. Ich habe ca. 50 Aufnahmen gemacht und nur ein paar sind soweit zu- friedenstellend dass man sie auch zeigen kann. Auto Focus kommt nicht mit, also manuell die Schärfe einstellen und zugleich mit dem Zoom auf grösster Brennweite nachführen.

Aber dieser Platz zieht auch die "Profis" an, und die haben natürlich ganz andere Kaliber von Objektiven und Kamers.

Wir fahren weiter und kommen dan den höchsten Punkt der Strasse und dann geht es runter Richtung Chalet de la Maline. Auf diesem Bild sieht man nun die gegenüberliegende Seite der Schlucht. Die Schlucht in der Bildmitte ist der Canyon de l'Arthuby welcher von einer Bogenbrücke überspannt wird. Da fahren wir dann übermorgen entlang.




Blick nach unten zum Chalet de la Maline und in die Schlucht in die wir dann am nächsten Tag abgestiegen sind.


Wir verlassen die Schlucht Richtung La Palud und halten immer wieder an um den Tiefblick in die Schlucht zu geniessen. Dabei haben wir dann noch eine Seilschaft in dieser senkrechten Wand entdeckt (Mittelbild). Da kommt einem schon das Gruseln nur beim Zuschauen. Kurz nach La Palud gibt es einen einfachen CP wo man aber gut übernachten kann.


Am nächsten Tag fuhren wir schon früh zurück zum Chateau del la Maline um in die Schlucht abzusteigen. Es ist ein steiler Abstieg und dann den gleichen Weg wieder hinauf. Es gibt in der Schlucht sehr viele Wanderwege welche zum Teil sehr lang und auch anstrengend sind. Uns hat dieser Weg schon gereicht, aber wir waren ganz unten.

Am nächsten Tag war der Himmel grau in grau und als wir vom CP abgefahren sind begann es zu regnen. Wir wollen aber noch die andere Seite der Schlucht sehen und fuhren zuerst auf der D952 weiter um an der "Pont de Soleils" Richtung Trigance zu fahren. Dann ging es weiter auf der D71 und wir kamen am Balcon de la Mescla wieder an die Schlucht. Aber, wir konnten gar nicht aussteigen, ein Wolkenbruch prasselte auf uns nieder. Aber auch der ging vorüber, wir sahen ein blaues Band am Himmel und kurz darauf schien wieder die Sonne als wäre nichts gewesen. An diesem Punkt macht der Verdon eine 180 Grad Kehre und hier ist auch der Zusammenfluss von Verdon und Artuby. Man blickt von 2 Aussichtsterassen 400 bis 500 Meter tief nach unten.


Wir fuhren weiter zur grossen Brücke über den Artuby, passierten dann die Tunnels de Fayet um am Aussichtspunkt Auberge des Cavaliers (gegenüber vom Chalet de la Maline) umzukehren. Wir fuhren die gleiche Strecke wieder zurück. Auf dem Bild links sieht man die Tunnel und recht ein Blick auf Trigance.



Genug von der Verdon-Schlucht, es geht weiter Richtung Castellane, eine schöne Kleinstadt und berühmt mit seiner "Chapelle Notre-Dame du Roc", einer Kirche auf einem sehr grossen Felsen am Rande der Stadt. Nach einem kurzen Aufenthalt fahren wir auf der D955 zum Lac de Castillon, einem sehr grossen Stausee. Nachdem ich ein paar Bilder gemacht habe schaue ich nochmals über den See und sehe gegüber hoch am Hang so etwas ähnliches wie grosse Statuen. Was mag das wohl sein? Ein Blick in die Karte, da geht eine Strasse rauf, wenn auch sehr schmal aber bald darauf waren wir oben. Und was sahen wir, das "Mandarom Ashram", ein Kloster des "Aumismus", einer speziellen Glaubensrichtung (siehe auch:Link zu Wikipedia - Aumismus). Das war eine interessante Extratour, auch wenn wir nicht zur Besichtigung rein durften. Aber eine "Mönchin" erklärte uns sehr freundlich ihren Glauben und etwas von der Geschichte dazu. Und ausserdem hatte man von hier oben einen herrlichen Blick auf den Stausee.





Wir fuhren noch weiter bis Annot wo wir auf einem kleinen CP mit ausnehmend schönen Sanitäranlagen die Nacht verbrachten.

Nun geht es weiter zu Georges du Cians, aber laut Empfehlung des CP Betreibers sollten wir unbedingt auch noch die Georges de Dalius ansehen. Dieser Hinweis war absolut super und so haben wir gleich 2 Schuchten auf einmal besucht.





Am Ende der Schlucht sind wir umgekehrt und wieder zurück um auf der N202 die Schlucht von Cians zu erreichen. Auch diese Schlucht ist absolut sehenswert und interessant, die Strasse auf ein paar kurzen Abschnitten nur einspurig, aber kein Problem. Ebenfalls eine imposante Schlucht die auch die gleichen roten Felsformationen wie die Schlucht von Daluis aufweist.



Nach dieser Schlucht fuhren wir weiter aufwärts nach Beuil und in das Skigebiet von Valberg. Dann ging es wieder lange abwärts nach Guillaumes und gleich wieder hoch auf den Col du Cayolle (über 2300 m) um dann in Barcelonette zu übernachten. Dieser Ort ist bekannt weil jedes Jahr im August 1 Woche lang eine Mexicanische Fiesta stattfindet, mit echten Mariachis!



Und nun geht es Richtung Heimat.

Zuerst auf der D900 entlang bis zum Lac de Serre-Poncon, wieder mal ein riesengrosser Stausee.

Hier gibt es dann auch noch interessante Formationen zu besichtigen, Les Demoiselles Coiffées.



Und mit einem Blick auf die Berge des Nationalparks "Parc des Ecrins" geht dieser Reisebericht zu Ende. Der Rest ist schnell erzählt, wir fuhren über Briancon an Turin und Mailand vorbei und verbrachten noch eine Nacht am Gardasee und dann war diese wunderschöne Urlaubsfahrt vorbei.



Es können natürlich hier nicht alle Bilder gezeigt werden welche ich in 3 Wochen Urlaubsfahrt aufgenommen habe. Aber einige mehr sind hier noch zu sehen:

Link zu meinem WEB-Fotoalbum bei FLICKR (noch nicht vollständig !!)


Last update: April 2016