Weil ich noch nie im Kaisertal (zwischen Zahmen und Wilden Kaiser) war, wollte ich schon lange mal eine Bergtour in's Kaisertal unternehmen. Nun ergab sich endlich die Gelegenheit dazu und bei strahlend schönem Wetter schulterte ich um 08:20 Uhr meinen Rucksack und ab ging's nach oben. In das Kaisertal gibt es von Kufstein aus nur einen Aufstieg und der geht zuerstmal endlos lang über viele Stufen nach oben. Nachdem die letzte Stufe vorbei war standen aufeinmal einige Autos neben einer Strasse die von diesem Punkt aus in das Kaisertal führt. Dazu muss man wissen daß dieses Tal von ca. 40 Personen permanent bewohnt ist, Sommer wie Winter. Damit diese Leute nun auch mal endlich eine Anbindung "nach aussen" bekommen, wurde ein Tunnel gebohrt um damit das Kaisertal auch von Kufstein aus mit dem Auto zu erreichen. Allerdings ist dieser Weg für die Öffentlichkeit gesperrt, auch fr Mountainbiker. Das heisst, daß die Wanderer auch in Zukunft zu Fuß und über viele Stufen nach oben müssen. Ich habe sie später mal gezählt, es sind genau 346 vom Parkplatz bis zur letzten. Weiter führt der Weg dann immer entlang der Strasse welche sich dann teilt. Nach links und weiter bergauf geht der Weg über die Ritzaualm und dann weiter Richtung Naunspitze.

Auf dem oberen Bild sieht man den Beginn der Stufen die hinauf führen in das Kaisertal. Beim nächsten Bild habe ich dann bereits etwas an Höhe gewonnen und man hat bereits Aussicht nach Kufstein und dahinter der Pendling, einer meiner nächsten geplanten Gipfel. In der Bildmitte, der weisse Fleck, da kommt der neue Tunnel raus.

Und weiter geht's Bergauf. Noch durch schattige Wälder. Aber dann wird es lichter und es öffnet sich der erste Blick auf die Naunspitze (Bild Mitte, der Zacken links). Rechts dann daneben, der flache Bergrücken ist dann das "Pertersköpfl. Im rechten Bild sieht man dann das "Tagesziel" noch etwas näher.


Es geht vorbei an der Ritzaualm, der Weg wird wieder steiler in Richtung Vorderkaiserfeldenhütte. Dort wartete schon sehnsüchtig eine einsame Katze auf daß jemand vorbeikommt und ihr den Bauch krault. Zum Dank hat sie mich dann auch noch gekratzt. Das hat man davon wenn man "Tierlieb" ist!

Und nun war es auch mit der Strasse vorbei, der Weg wurde steiler und Richtung Gipfel Naunspitze (1633 m) auch immer steiniger und verlangte nun auch sicheren Tritt. Im übrigen, nach dem Gipfelkreuz, 2 Meter weiter, geht's gleich wieder einige hundert Meter senkrecht nach unten!




Und natürlich wird man am Gipfels bereits von den Bergdohlen erwartet. Ein bisschen was zu Futtern gibt es ja immer. Und es ist einfach herrlich den Dohlen beim Fliegen zuzuschauen.



Eine traumhafte Sicht von der Naunspitze war dann erst mal die Belohnung für 2 Stunden und 30 Minuten Aufstieg. Links der Blick in's obere Inntal . Im nästen Bild sieht man Kiefersfelden und links Kufstein, getrennt durch den Inn. Und das Bild darunter zeigt das Inntal auswärts, links noch Kiefersfelden und unterhalb der Dohle liegt Oberaudorf. Und nach einer kurzen Gipfelrast ging es weiter zum nächsten Ziel, dem Petersköpfel (1745 m)



Und nach kurzem Auftstieg war der Gipfel auch bald erreicht und es war immer noch die gleich schöne Aussicht nach unten. Beim rechten Bild sieht man dann ganz gut wie "ausgesetzt" der Gipfel der Naunspitze ist, also nichts für Leute die nicht schwindelfrei sind.

Aber auf die andere Seite, Richtung "Wilder Kaiser" bietet sich dann ein weiterer grandioser Ausblick. Vor allem die Felsen in der Mitte sind bekannt durch ihre grossartigen Kletterrouten wie Fleischbank Ostwand, Totenkirchl usw. Und dann war es auch schon wieder an der Zeit sich an den Rückweg zu machen. Ich wollte aber nicht die gleiche Tour wie bergauf wieder runter laufen und habe mich deshalb entschlossen einen kleinen Umweg zur Hinterkaiserfeldenalm zu machen und dann erst zur Ritzaualm zu gehen.

Durch diese hohle Gasse im linken Bild kam ausser mir keiner, aber so war der Abstiegsweg. Und dann noch 2 alte knorrige Bäume die auch schon bessere Zeiten gesehen haben. Kurze Zeit später kam ich dann zu den Almwiesen der Hinterkaiserfeldenalm und ich hatte wieder einen wunderbaren Panoramablick auf den Wilden Kaiser. Aber jetzt machte sich mein Magen bemerkbar und der Durst wurde auch immer grösser, vor allem weil es heute verdammt warm war und die Sonne volle Kanne auf die Südhänge des Zahmen Kaisers brannte. Also dann weiter zur Ritzaualm.


Kurz vor der Ritzaualm habe ich dann in den Almwiesen noch blühenden Enzian gesehen und auch jede Menge an Frühlings-Enzian, auch "Schusternagerl" genannt. Ich kann mich nicht erinnern jemals Ende April Enzian in voller Blüte gesehen zu haben. Aber dieser April war ja auch was ganz besonderes. Aber dann, das Mittagessen und viel zu trinken in Sicht, war ich dann in wenigen Minuten bei der Ritzaualm.



Und nach einem ausgiebigen, etwas späten Mittagessen, geht der Blick nochmals hoch zur Naunspitze (links im Bild) und zum Petersköpfel. Und schaut man etwas nach rechts, dann sieht man nochmals, vorbei an dem schönen Kirchlein, den Wilden Kaiser.



Und das war's dann auch schon von dieser schönen Bergtour im Kaisertal.

Und wer nicht so hoch hinaus will, der kann z. B. auf dieser Strasse bis zum Talschluss nach Hinterbärenbad weiterwandern, immer rechts das Massiv des Wilden Kaisers und linksseitig den Zahmen Kaiser im Blickfeld.

Gesamtgehzeit bei dieser Tour etwas über 7 Stunden, aber inclusive einer langen Pause auf der Ritzaualm und diversen kleineren Pausen zwischendurch.

Wer noch mehr Auskünfte möchte, der kann sich gerne an mich wenden.


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Last update: April 2016